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Saturday, September 1, 2012

Rückblick auf ein Jahr wabi-sabi pavillion

Knapp ein Jahr ist es her, daß wir den wabi-sabi pavillion eröffnet haben. Das Video zeigt in komprimierter Form Ausschnitte aus den Aktivitäten, die inzwischen stattgefunden haben. Es handelt sich um keine chronologische Aufzählung, sondern um splitterhafte shortcuts, die Aspekte hervorheben, die uns wichtig erscheinen:

 



ATELIERWOCHEN IM SOMMER 2012

Der wabi-sabi pavillion hat sich im Sommer in ein Atelier verwandelt, wo wir intensiv unseren ARTSESSIONS nachgegangen sind.

Gemeinsam haben wir an Objekten, Bildern und Installationen gearbeitet, die als Environement auch das Kunstfest DARK SIDE OF THE MOON ausstatten werden.



Max Lorenz, der sich seit Jahren mit Treibhölzern und anderen Fundstücken auseinandersetzt, arbeitet derzeit an Mobiles.

Fragile und wuchtige hölzerne Objekte werden zusammen-gebaut, miteinander in Beziehung gesetzt und schließlich aufgehängt und austariert.


ausschnitt aus einem mobile von max lorenz

Das Basismaterial, das Martin Kratochwil zu Bildern und Objekten verarbeitet, besteht aus Kartons. Auch hier handelt es sich um "Fundstücke" wie bei Lorenz, nur daß in diesem Fall nicht die Natur, sondern der Supermarkt Hauptliferant ist.



Dieses Einhorn wurde ausschließlich aus Pappe zusammengebaut - Pappe, die zerlegt, aufgerissen und angesengt wurde. So entsteht der Eindruck einer rauhen und verletzlichen Oberfläche - eine durch menschlichen Raubbau angegriffene Natur verkörpernd.

Die sommerliche Hitze hat uns veranlasst, immer wieder im Freien auf der Terrasse zu werken. Die Möglichkeit, sich im Pavillion und draußen auszubreiten, ist einfach klasse.

Für das bevorstehene Kunstevent wird das kreative Chaos verschwinden und die Fläche für eine Gesamtinstallation und für die eintreffenden Gäste freigegeben.




EINLADUNG ZUM MASKEN UND KOSTÜMEVENT


THE DARK SIDE OF THE MOON

29. September 2012,  um 19 Uhr

Das Publikum wird durch Kostümierung zum Mitwirkenden

Kosümierung nach Belieben, aber nicht zwingend








Es wird ein Fest des Phantastischen und der Verwandlung

Neue Skulpturen von Max Lorenz und Martin Kratochwil bilden ein entsprechendes Sourrounding

Um 20 Uhr werden die Skulpturen mit Livemusik bespielt:

°  4-händige Klaviermusik: Ursula Schwarz und Barbara Simon
°  elektronische Soundscape

Ab 21 Uhr wird der Pavillion zum Dancefloor und läd zum Abtanzen ein


Ort:

3422 Altenberg / Donau        
Adolf Lorenzgasse 2  
                                     
Anfahrt:
                                                 
mit der S 40:  von der U6 Station Spittelau bis zur StationGreifenstein-Altenberg, dann 7 Minuten in Fahrtrichtung zu Fußweiter, Eingang gegenüber der hölzernen Kapelle.

mit dem Auto:  über Klosterneuburgnach Greifenstein Altenberg. Die Straße weiterfahren, bis auf der rechten Seite eine kleine hölzerne Kapelle auftaucht; an der Ecke gegenüber befindet sich ein großes Eingangstor: voila ! 

Wednesday, August 1, 2012

getürmtes und verschachteltes

für ein paar tage haben wir uns wieder unserer "baustelle" gewidmet. nachdem wir zuletzt die kartons zu türmen und anderen gebäuden verschachtelt hatten, war diesmal deren befüllung, bestückung und überwucherung thema.

beide haben wir das konzept von max sehr unterschiedlich umgesetzt. max hat seine arbeit als fortsetzung seiner serie mit treibhölzern und anderen verwitterten materialien angelegt, und mein zugang ist mehr einer art freestyle zuzuordnen.
martin kratochwil




























in feiner kleinarbeit hat max lorenz seine fundmaterialien ausgewählt, zusammengestellt und gebündelt. diese wurden dann in die kammern verteilt und festgemacht. splitterhaftes, fragiles und fragmentarisches fand ebenso platz wie amorph-urwüchsiges und archaisches. die karge konzentriertheit seiner gestaltung vermittelt eine gewisse nähe zu buddhistischen zen-gärten.












martin kratochwil hat seine architektonischen gebilde mit unterschiedlichen materialen und techniken gestaltet.




der tower of life wurde mit einem ausgeschnittenen herz drapiert, über dem zerronnene ölkreiden farbliche akzente im sonst erdig und teerig gehaltenen untergrund setzten. die gesamtkonstruktion scheint gefahr zu laufen, aus der balance zu kippen.


der tower of birds ist zur gänze mit rasch hingeworfenen vogelwesen überzogen. die wilde strichführung und ein fleckig-schmutziger untergrund verströmen eine ungestüme und kraftvolle energie. eigentlich müßte der turm mit tower of liberty betitelt werden - es fehlte bisher aber irgendwie der mut, ein so aufgeladenes wort wie freiheit ins spiel zu bringen.


die konstruktion the noise of silence ist überzogen mit einer schweigenden klangwelt in form von alten ton- und kassettenbändern und ein paar tonspulen - alles mit ehemals wichtigen musikinhalten aus dem persönlichen fundus von martin kratochwil bespielt. das bandmaterial überwuchert in chaotischen schleifen den unterbau. wer sich assoziativ an ein abgewracktes cockpit eines raumschiffs erinnert fühlt, liegt durchaus auf der welle des erbauers.



eine äskulapnatter, die sich plötzlich langsam in einer holzinstallation von max durch den pavillion bewegte und dann lautlos durch eine ritze verschwand, hat bei uns mit ihrem kurzen besuch für eine ordentliche ladung respekt gesorgt.























ich möchte in die werkbank hineingehen,
sagt der 4-jährige raffael,
als er uns mit seinen eltern einen besuch abstattet,
und meint damit den pavillion,
wo wir in einem chaos aus materialien und werkzeugen
an unseren skulpturen basteln




















Saturday, July 7, 2012

spaceship unlimited



taking off and dissolving...










wir haben uns elektrisch zusammengeschlossen und sind in entlegene musiksphären abgehoben. ein imaginäres spaceshuttle hat uns in unendliche klangwelten katapultiert _ hier ein paar auskoppelungen aus dieser 70minütigen improvisations-session im sommerheißen altenberg:



max lorenz: electronics, kongas, kachon
martin kratochwil: electronics