Knapp ein Jahr ist es her, daß wir den wabi-sabi pavillion eröffnet haben. Das Video zeigt in komprimierter Form Ausschnitte aus den Aktivitäten, die inzwischen stattgefunden haben. Es handelt sich um keine chronologische Aufzählung, sondern um splitterhafte shortcuts, die Aspekte hervorheben, die uns wichtig erscheinen:
ATELIERWOCHEN IM SOMMER 2012
Der wabi-sabi pavillion hat sich im Sommer in ein Atelier verwandelt, wo wir intensiv unseren ARTSESSIONS nachgegangen sind.
Gemeinsam haben wir an Objekten, Bildern und Installationen gearbeitet, die als Environement auch das Kunstfest DARK SIDE OF THE MOON ausstatten werden.
Max Lorenz, der sich seit Jahren mit Treibhölzern und anderen Fundstücken auseinandersetzt, arbeitet derzeit an Mobiles.
Fragile und wuchtige hölzerne Objekte werden zusammen-gebaut, miteinander in Beziehung gesetzt und schließlich aufgehängt und austariert.
Das Basismaterial, das Martin Kratochwil zu Bildern und Objekten verarbeitet, besteht aus Kartons. Auch hier handelt es sich um "Fundstücke" wie bei Lorenz, nur daß in diesem Fall nicht die Natur, sondern der Supermarkt Hauptliferant ist.
Dieses Einhorn wurde ausschließlich aus Pappe zusammengebaut - Pappe, die zerlegt, aufgerissen und angesengt wurde. So entsteht der Eindruck einer rauhen und verletzlichen Oberfläche - eine durch menschlichen Raubbau angegriffene Natur verkörpernd.
Die sommerliche Hitze hat uns veranlasst, immer wieder im Freien auf der Terrasse zu werken. Die Möglichkeit, sich im Pavillion und draußen auszubreiten, ist einfach klasse.
Für das bevorstehene Kunstevent wird das kreative Chaos verschwinden und die Fläche für eine Gesamtinstallation und für die eintreffenden Gäste freigegeben.
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Saturday, September 1, 2012
Wednesday, August 1, 2012
getürmtes und verschachteltes
für ein paar tage haben wir uns wieder unserer "baustelle" gewidmet. nachdem wir zuletzt die kartons zu türmen und anderen gebäuden verschachtelt hatten, war diesmal deren befüllung, bestückung und überwucherung thema.
beide haben wir das konzept von max sehr unterschiedlich umgesetzt. max hat seine arbeit als fortsetzung seiner serie mit treibhölzern und anderen verwitterten materialien angelegt, und mein zugang ist mehr einer art freestyle zuzuordnen.
martin kratochwil
in feiner kleinarbeit hat max lorenz seine fundmaterialien ausgewählt, zusammengestellt und gebündelt. diese wurden dann in die kammern verteilt und festgemacht. splitterhaftes, fragiles und fragmentarisches fand ebenso platz wie amorph-urwüchsiges und archaisches. die karge konzentriertheit seiner gestaltung vermittelt eine gewisse nähe zu buddhistischen zen-gärten.
martin kratochwil hat seine architektonischen gebilde mit unterschiedlichen materialen und techniken gestaltet.
der tower of life wurde mit einem ausgeschnittenen herz drapiert, über dem zerronnene ölkreiden farbliche akzente im sonst erdig und teerig gehaltenen untergrund setzten. die gesamtkonstruktion scheint gefahr zu laufen, aus der balance zu kippen.
der tower of birds ist zur gänze mit rasch hingeworfenen vogelwesen überzogen. die wilde strichführung und ein fleckig-schmutziger untergrund verströmen eine ungestüme und kraftvolle energie. eigentlich müßte der turm mit tower of liberty betitelt werden - es fehlte bisher aber irgendwie der mut, ein so aufgeladenes wort wie freiheit ins spiel zu bringen.
die konstruktion the noise of silence ist überzogen mit einer schweigenden klangwelt in form von alten ton- und kassettenbändern und ein paar tonspulen - alles mit ehemals wichtigen musikinhalten aus dem persönlichen fundus von martin kratochwil bespielt. das bandmaterial überwuchert in chaotischen schleifen den unterbau. wer sich assoziativ an ein abgewracktes cockpit eines raumschiffs erinnert fühlt, liegt durchaus auf der welle des erbauers.
eine äskulapnatter, die sich plötzlich langsam in einer holzinstallation von max durch den pavillion bewegte und dann lautlos durch eine ritze verschwand, hat bei uns mit ihrem kurzen besuch für eine ordentliche ladung respekt gesorgt.
ich möchte in die werkbank hineingehen,
sagt der 4-jährige raffael,
als er uns mit seinen eltern einen besuch abstattet,
und meint damit den pavillion,
wo wir in einem chaos aus materialien und werkzeugen
an unseren skulpturen basteln

beide haben wir das konzept von max sehr unterschiedlich umgesetzt. max hat seine arbeit als fortsetzung seiner serie mit treibhölzern und anderen verwitterten materialien angelegt, und mein zugang ist mehr einer art freestyle zuzuordnen.
martin kratochwil
in feiner kleinarbeit hat max lorenz seine fundmaterialien ausgewählt, zusammengestellt und gebündelt. diese wurden dann in die kammern verteilt und festgemacht. splitterhaftes, fragiles und fragmentarisches fand ebenso platz wie amorph-urwüchsiges und archaisches. die karge konzentriertheit seiner gestaltung vermittelt eine gewisse nähe zu buddhistischen zen-gärten.
martin kratochwil hat seine architektonischen gebilde mit unterschiedlichen materialen und techniken gestaltet.
der tower of life wurde mit einem ausgeschnittenen herz drapiert, über dem zerronnene ölkreiden farbliche akzente im sonst erdig und teerig gehaltenen untergrund setzten. die gesamtkonstruktion scheint gefahr zu laufen, aus der balance zu kippen.der tower of birds ist zur gänze mit rasch hingeworfenen vogelwesen überzogen. die wilde strichführung und ein fleckig-schmutziger untergrund verströmen eine ungestüme und kraftvolle energie. eigentlich müßte der turm mit tower of liberty betitelt werden - es fehlte bisher aber irgendwie der mut, ein so aufgeladenes wort wie freiheit ins spiel zu bringen.
die konstruktion the noise of silence ist überzogen mit einer schweigenden klangwelt in form von alten ton- und kassettenbändern und ein paar tonspulen - alles mit ehemals wichtigen musikinhalten aus dem persönlichen fundus von martin kratochwil bespielt. das bandmaterial überwuchert in chaotischen schleifen den unterbau. wer sich assoziativ an ein abgewracktes cockpit eines raumschiffs erinnert fühlt, liegt durchaus auf der welle des erbauers.
ich möchte in die werkbank hineingehen,
sagt der 4-jährige raffael,
als er uns mit seinen eltern einen besuch abstattet,
und meint damit den pavillion,
wo wir in einem chaos aus materialien und werkzeugen
an unseren skulpturen basteln

verschachtelungen _ einblick ins wabi sabi atelier
wir haben den wabi sabi pavillion kurzerhand in ein atelier verwandelt, um unsere skulpturalen schachtelbauten weiterzuentwickeln. ein gemeinsamer arbeitsprozeß, der uns oft in ungeplante richtungen führte, und die einzigartige atmosphäre des ortes haben uns zu ungewöhnlichen ergebnissen angestachelt.
der soundtrack integriert die den schaffensprozeß begleitenden arbeitsgeräusche in die elektronische klangwelt von martin kratochwil.
der soundtrack integriert die den schaffensprozeß begleitenden arbeitsgeräusche in die elektronische klangwelt von martin kratochwil.
"verschachtelungen" von max lorenz und martin kratochwil
Tuesday, November 1, 2011
driftwoods_sound and sculptures
die von max lorenz zu einem geordneten trümmerfeld aufgereihten treibhölzer besitzen eine morbide schönheit. zeit ist in ihnen sichtbar in form von verwitterungsspuren. trotz der wehmut angesichts des gedankens an die hier anschaulich gewordene vergänglichkeit hat die rauhe und stille schönheit der exponate eine faszinierende kraftausstrahlung auf mich.
in meiner musik finde ich ähnliche pinzipien: wilde und entfesselte energieschübe auf der einen, brüchig-kontemplative introspektionsklänge auf der anderen seite. was sich in der begegnung der installationswelt mit meinem klangkosmos auftut an verbindungen, kanten und ecken, ist für mich ein elektrisierendes spannungsfeld voller unvorhersehbarkeiten und überraschungen. die kameraführung von max fokussiert die optischen und akustischen ebenen zu einer intuitiv geformten gesamtgestalt.
max lorenz
and
just a cup of tea
in meiner musik finde ich ähnliche pinzipien: wilde und entfesselte energieschübe auf der einen, brüchig-kontemplative introspektionsklänge auf der anderen seite. was sich in der begegnung der installationswelt mit meinem klangkosmos auftut an verbindungen, kanten und ecken, ist für mich ein elektrisierendes spannungsfeld voller unvorhersehbarkeiten und überraschungen. die kameraführung von max fokussiert die optischen und akustischen ebenen zu einer intuitiv geformten gesamtgestalt.
martin kratochwil
and
just a cup of tea
Monday, October 31, 2011
experimenteller nachmittag _ teil 2
spannend, wie gut sich die treibholz-installation von max lorenz mit der improvisierten klangwelt von martin kratochwil verbindet. die von natur und witterung beanspruchten hölzer werden zur musikalischen inspiration, und die musikdynamik gibt den anstoß für die kameraführung. im zweiten abschnitt beginnt das geschehen zu kulminieren und steigert sich zu atemberaubender rauheit.
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