wir haben uns elektrisch zusammengeschlossen und sind in entlegene musiksphären abgehoben. ein imaginäres spaceshuttle hat uns in unendliche klangwelten katapultiert _ hier ein paar auskoppelungen aus dieser 70minütigen improvisations-session im sommerheißen altenberg:
max lorenz: electronics, kongas, kachon
martin kratochwil: electronics
das bunte treiben des großen sommerfests ist vorbei. es ist wieder ruhe in den wabi-sabi pavillion eingekehrt. die gamelaninstrumente sind auf die seite geräumt, der bonden ist gefegt und wir haben mit der videokamera noch einen blick auf unsere ausstellungs-installation geworfen:
° holzinstallation ° von max lorenz:
verwitterte äste, stämme und zweige - mit vorliebe treibgut aus den donauauen - werden von max lorenz vor ort ausgewählt, gesammelt und als material für objekte verwendet. durch unterschiedliche bearbeitungs- und zusammenführungsprozesse entstehen neue formen, die ihren ausgangspunkt in den natürlich entstandenen strukturen haben. die objekte stecken voller stummer geschichten, die nicht rational erfaßt, aber erahnt werden können.
° birds birds birds ° von martin kratochwil
" in der wilden, bunten unordnung von linien, strichen und farben kommt mein bedürfnis nach unmittelbarkeit und spontanem tun zum ausdruck. dem vermengen von figurativen und abstrakten elementen gilt mein hauptinteresse. bevorzugte motive sind vögel ( klick ). nicht rationale kontrolle, sondern das horchen auf intuitive kräfte beflügelt meine zeichnerische arbeit."
das sommerevent im und um den pavillion herum ist mit viel musik, installationen, holzobjekten, bildern, kulinarischen begleiterscheinungen und einer grossen schar an netten menschen vorübergegangen. im ersten teil der videozusammenfassung kann man eine session an den balinesischen rantags und trommeln und dann das gamelan altenberg mit gästen mitverfolgen.
teil 2
es folgt eine virtuose vorführung einer asiatischen kampfsportart, begleitet von treibenden trommelrhythmen, und im anschluß geht es hinauf ins haupthaus, wo das duo ertel/kratochwil querflötenklänge mit klavier- und electrosounds frei verimprovisierte.
teil 3
das gamelan altenberg, diesmal im blick von draußen. durch das gewellte plexiglas ergeben sich spacige effekte, die die tranceorientierte wirkung der musikpattern noch verstärken.
teil 4
bei der probe am vortag gab es noch ein heftiges gewitter. die aufnahmen von diesem naturspektakel haben wir mit einem musikausschnitt der veranstaltung zusammengemischt.
die natur ist in form von königskerzen in den pavillion vorgedrungen
Tuesday, May 22, 2012
EINLADUNG ZUM SOMMERFEST
WOANDERSWO
Am Samstag,
9. Juni 2012 ab 18.00
In 3422 Altenberg / Donau,
Adolf Lorenzgasse 2 wabi-sabi pavillion
Im Zentrum des diesjährigen Sommerfestes steht der von Max Lorenz errichtete wabi-sabi pavillion, in dem und um den herum gefeiert, musiziert, getanzt und ausgestellt wird.
° andersdort
Das Gamelan Altenberg wird balinesische Klangwelten entfalten. Bereichert um eine
Tänzerin werden die trancegebeutelten Pattern die Nachtluft zum Schwingen bringen.
° andersjetzt
Eine
Reise in ungeahntes Soundterrain verspricht das Musikprojekt mistresses of the
moment mit Angelina Ertel
an der quergeblasenen Flöte , Martin Kratochwil an Soundmaschinen und Klavier
und Max Lorenz an den Gräuschen.
° anderswohin
Vogelzeichnungen
von Martin Kratochwil, entwachsen einer ausufernden Phantasie, entführen in eine verspielte luftige Bilderwelt.
° anderswoher
Objekten
und Bildgestaltungen von Max Lorenz, die in den Donauauen gefundenes Schwemmgut integrieren, sind stumme Geschichten eingeschrieben, die nicht preisgegeben, jedoch erspürt werden
können.
° andersfort
Für
chillige Atmosphäre werden Ursula Schwarz, Sabine Lorenz-Kalenda und Max Lorenz
mit feinklanglichen balinesischen
Bambusspielen, genannt Rantangs, sorgen.
° andersherum
Zu
heißen DJ-Rhythmen können Beine und Körper rastlos geschüttelt und verwirbelt
werden. Am Lagerfeuer finden
schließlich die ermüdeten Knochen Entspannung.
Anfahrt: Wien Klosterneuburg, Kritzendorf, Höflein,
Greifenstein, Altenberg
S 40 Richtung Tulln, Ausstiegstelle Altenberg, 700 m
in Fahrtrichtung gehen
der zweite teil der textauswahl stellt august wallas sehnsüchte ins zentrum. wallas paradies war der schrebergarten gewesen, die schrebergartenhütte, die er im sommer mit seiner mutter bewohnte, das baden in der donau und die in den donauauen erlebte freiheit, wo er umherstreifte, fundstücke sammellte, bäume bemalte etc.
die sehnsucht nach dieser verlorenen welt, die er von gugging aus immer wieder imaginierte und künstlerisch gestaltete, transponierte er in märchenhafte geschichten, gebetartige anrufungen, in zauberformeln, im wunsch, nach afrika, dem land der ananasroten sonne zu reisen, und in seiner liebe zur badehose, einem oft wiederkehrenden motiv in seinen textlichen und bildhaften äußerungen.
rüdiger hentzschel: stimme
martin kratochwil: musik
max lorenz: video
ein videomitschnitt der generalprobe des august walla projektes im april 2012 im wabi-sabi pavillion, mit rüdiger hentzschel als vortragender, martin kratochwil an der musik und max lorenz am video.