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Wednesday, January 8, 2014

session trio connected


trio connected
















edith lettner: sopran alto saxophone, duduk
martin kratochwil: live-sampling, electronics, keyboard
max lorenz: percussion, electronics

tease it:
üü


frisch, frenetisch, free-improvised;
soundtexturen und fragmentierte tontrauben, experimentell vermixt und vermanscht, 

live: 11.1.2014, 
um 20 uhr im celeste,
hamburgerstraße 18,
1050 wien




Monday, November 25, 2013

connected

die musiker bilden die eckpunkte eines dreiecks innerhalb dessen ad hoc music entsteht;

musik, die live gespielte und virtuelle klänge zusammenführt.
musik, die überraschende räume freilegt.

mittels livesampling werden saxophonklänge abgegriffen, verfremdet, neu definiert und wieder eingebracht. abstruse elektronische soundmaschinen, besonders abkömmlinge aus dem bereich des circuit bending, führen unberechenbares zu. perkussives instrumentarium sorgt für würze. summa summarum ein vielgestaltiger klangstrom, voller verzweigungen und abwegigkeiten.

so entsteht ein vielseitiger dialog, dessen essenz sich in form von polyphonen strukturen, schattenartigen motivbildungen, echos, pulsierenden vibrationen, amorphen soundgewächsen und als verzerrte spiegelungen formuliert.

am 11.jänner 2014 gibt es ein erstes öffentliches konzert in wien, im CELESTE, in der hamburgerstrasse 8, im 5. bezirk. wir freuen uns natürlich, euch dort zu begegnen.


martin kratochwils "sampling-koffer" und weiteres instrumentarium der session.

edith lettner: alto & soprano
martin kratochwil: livesampling, elektro, klavier
max lorenz: percussion, elektro










das spannende an der improvisierten musik ist die ungewißheit. ohne absprache begeben wir uns in die soundsphären, die sich unter der regie des momentes wie von selbst gestalten. es ist ein spiel des agierns, reagierens und der freien assoziationen.

Saturday, January 5, 2013

Session zum Neuen Jahr 2013


Mario Wesecky hat uns mit schwerem Gerät besucht und zu unserer großen Freude bei der Session zum neuen Jahr mitgejammt.

Max Lorenz hat den Musikraum mit Gittern und Segel aus seinem umfassenden Oevre ausgestattet. In diesem Raumkonzept hat sich unser persönliches Neujahrskonzert ereignet.



Mario Wesecky: Tuba, Trompete
Max Lorenz: Percussion, Electronics
Martin Kratochwil: Electronics


















Gitter und Segel von Max Lorenz

Sunday, November 4, 2012

Musikresearch November

Momentan beschäftigen wir uns damit, elektronisches und akustisches Instrumentarium zu kombinieren. In der folgenden Aufnahme haben wir versucht, uns mit musikalischen Mittel an das Thema Stille anzunähern. Max hat seine Shakuhatchi (japanische Bambusflöte) hervorgekramt, und ich bin mit meinen Musikkoffern angerückt:



Max Lorenz: Shakuhatchi
Martin Kratochwil: Musik aus dem Koffer





Tuesday, October 30, 2012

circuit bending _ verquere soundmaschinen, abseits des mainstream

Wenn elektronische Musikinstrumente von Hand umgebaut und modifiziert werden, um neue Klangmöglichkeiten zu erschließen, spricht man von circuit bending. Durch Eingriffe in die Platine von meist billigen oder veralteten Geräten, durch Neuzusammensetzung von gebrauchten Bauteilen und durch den Einbau von zusätzlichen Reglern, Schaltern oder Bodycontrol-Elementen wird der Originalsound aufgebrochen und in andere Richtungen gelenkt.

Das Interessante daran ist, daß auf diesem Weg aus Massenprodukten einzigartige Exemplare mit individueller Soundcharakteristik werden. Es sind Freaks und Tüftler, die, ausgestattet mit einer Menge Neugierde und einem elementaren Grundwissen, über herkömmliche elektronische Instrumente herfallen, diese öffnen und nach dem Trial- and Errorprinzip neue Klangwege aufspüren.  

Ich besitze inzwischen eine große Anzahl von dieser Spezies. Neben deren klanglichen Eigenwilligkeit bin ich auch von der Tatsache begeistert, daß es die Komplexität dieser kruden Soundspezialisten verunmöglicht, absolute Kontrolle über das Klanggeschehen auszuüben. Gerade in einer Zeit, wo rationale Kontrolle, Sicherheitsdenken und Vorausplanung einen überhöhten Stellenwert einnehmen, empfinde ich diese Unschärfe als besonders wohltuend. Man kann sich auf diese Instrumente - im positiven Sinn - nicht verlassen. Sie besitzen ein Eigenleben, das immer wieder für unvorhersehbare und unerwartete Abzweigungen sorgt. So kommt Zufall, Intuition und spontane Reaktionsbereitschaft zum Zug. Ein "Sicheinrichten" in die Polsterung vertrauter Routine funktioniert nicht. Jede Liveaufführung wird zu einer Expedition ins Unbekannte und Überraschende.  Man bewegt sich permanent auf instabilem Boden und weiß nicht, was kommen wird - wonderful !

Faszinierend ist auch die optische Komponente. Das Setting wird durch das bunte Zusammentreffen dieser exzentrischen Klangindividualitäten zur Installation. Diesen Installationscharakter habe ich noch verstärkt, indem ich die einzelnen Module in alte Koffer gepackt habe. Das Instrumentarium wurde durch schräge herkömmliche Hardwaregeräte erweitert - der Laptop völlig weggelassen. Je nach Konzeptidee kann ich diese Module ganz unterschiedlich kombinieren. So wird jede Aufführung meines Projektes "musik aus dem koffer" zur performativen Klangforschung.       


Musik: Martin Kratochwil
Video: Max Lorenz
aufgenommen im wabi sabi pavillion, okt 2012

Viele der angesprochenen Aspekte besitzen eine starke Affinität zur Ästhetik und Haltung des wabi sabi. Die Verwendung alter, abgenutzter Bauelemente, der meist rauhe, unpolierte Sound, die Präsenz des Zufälligen und Unvorhersehbaren, die intuitive Handhabung und die Abwesenheit von glatten Oberflächen - im direkten und übertragenen Sinn - verweisen in die Welt dieser alten japanischen Denkweise.

Von den Quergeistern, die sich dem Bau von circuit bending instrumenten verschrieben haben, schätze ich besonders folktek, die ihre fipsenden, schnatternden, zischenden und dröhnenden Klangerzeuger in abgeschabte und verquere Holzkonstruktionen einbauen, und drmoonstien, ein junger Amerikaner, der aus diversen gebrauchten Bestandteilen die abwegigsten und einmaligsten Soundgerätschaften kreiert. Und dann noch selbstverständlich den Begründer der circuit bending Szene, Reed Ghazala, der in den 70iger Jahren durch Zufall darauf gebracht wurde, elektronischen Instrumenten in Handarbeit neue Klangdimensionen abzugewinnen und damit diese Undergroundbewegung in Gang setzte.

martin kratochwil

Wednesday, July 18, 2012

CHAOS STATT KARRIERE

Sich einem chaotischen Durcheinander an Modulen auszusetzen, diese zu bündeln und zu "Bauwerken" zusammenzusetzen, ist ein faszinierender Prozeß. Das Auftürmen, Verbinden und Oberflächengestalten unserer "Skulpturalen Verschachtelungen" (von Lorenz und Kratochwil) geschieht nicht nach einem vorgefaßten Plan, sondern in einem experimentellen unmittelbaren Akt. Aus dem Chaos formiert sich intuitiv Gestalt - verletzlich, assymetrisch und pur:

 


 "Bei meinen freien Musikimprovisationen schöpfe ich aus einem unüberschaubaren Pool an Möglichkeiten. Mittels elektronischer Klangerzeuger (teils professionelle, in der Mehrzahl von Laien handgefertigte oder modifizierte Geräte) bahne ich mir einen Weg durch abstrakte akustische Regionen. Im Dialog zwischen Zufall und gezielter Steuerung führt der Moment Regie. So bewegt sich mein "Soundshuttle" in einem chaotischen Tanz durch für mich selbst oft überraschende Welten":
martin kratochwil

 



Monday, June 11, 2012

sommerfest im wabi-sabi pavillion

teil 1

 

das sommerevent im und um den pavillion herum ist mit viel musik, installationen, holzobjekten, bildern, kulinarischen begleiterscheinungen und einer grossen schar an netten menschen vorübergegangen. im ersten teil der videozusammenfassung kann man eine session an den balinesischen rantags und trommeln und dann das gamelan altenberg mit gästen mitverfolgen.

teil 2



es folgt eine virtuose vorführung einer asiatischen kampfsportart, begleitet von treibenden trommelrhythmen, und im anschluß geht es hinauf ins haupthaus, wo das duo ertel/kratochwil querflötenklänge mit klavier- und electrosounds frei verimprovisierte.

teil 3



das gamelan altenberg, diesmal im blick von draußen. durch das gewellte plexiglas ergeben sich spacige  effekte, die die tranceorientierte wirkung der musikpattern noch verstärken.

teil 4




bei der probe am vortag gab es noch ein heftiges gewitter. die aufnahmen von diesem naturspektakel haben wir mit einem musikausschnitt der veranstaltung zusammengemischt.


 wabi-sabi pavillion, 9. juni 2012


Thursday, April 26, 2012

august walla event im wabi-sabi pavillion

das kalte aprilwetter hat uns aus dem wabi-sabi pavillion vertrieben und wir sind in das haupthaus ausgewichen. hier nun ein akustischer ausschnitt von der august walla veranstaltung (ein video folgt in kürze), bei welcher rüdiger hentzschel texte des schizpohrenen künstlers präsentierte. die musik kam von martin kratochwil und das environement wurde von max lorenz spontan gestaltet:

höreindruck der veranstaltung :
click and play :    


rüdiger hentzschel liest august walla
max lorenz bei der raumgestaltung
die soundmaschinen von martin kratochwil